Die GFGF e.V. ist jetzt 30 Jahre (und ein paar Moante) alt.
Müsste sich da nicht etwas ändern ? bzw ......
Was müsste sich ändern ?
Vom Autor Gert Redlich, Mitglied in der GFGF e.V. seit 2007.
Im Dezember 2008 - Wie Sie alle mitbekommen haben, ändern sich manche festgefahrenen Strukturen sogar über Nacht, sogar bei den erzkonservativen Banken und Versicherungen.
Sie ändern sich aber erst, wenn es kracht oder bereits gekracht hatte (Die Wall Street lässt grüßen). Und sie ändern sich erst unter enormem Leidensdruck. Bei so viel Lethargie wird sogar ein weltweiter Kollaps in Kauf genommen, bis endlich der Druck so stark zunimmt, daß etwas gemacht werden muß.
Also nur nichts ändern ?
Das ist natürlich auch eine Devise. Sie ist einfach und vor allem nicht arbeits- und denk-intensiv. Nichtstun bzw. Aussitzen hatte schon manchen Politiker eine Weile über die Runden gerettet. Aber auch ein Helmut Kohl musste irgendwann gehen, als er zu lange NICHTS getan hatte.
Ich finde, wir sollten langsam anfangen, über uns und unsere GFGF nachzudenken.
"Die Zeichen der Zeit" stehen wie dunkle Wolken am Himmel.
Es ist unbestritten, die Mitglieder der GFGF e.V. werden immer älter, das ist toll. Doch das Hobby tritt altersbedingt immer weiter in den Hintergrund, erst schleichend, dann schneller und am Ende unumkehrbar.
Einen 30 Kilo Radioapparat vertragen die meisten Bandschei- ben irgendwann ganz plötzlich nicht mehr, von einem 50 Kilo Fernseher oder sogar einer 80 Kilo Fernseh-Studiokamera ganz zu schweigen. Jedenfalls mir geht es so.
Wir werden also nicht nur älter, es geht so einiges Gewohntes auch nicht mehr. Vor der letzten Mitgliederversammlung im April 2008 hatte ich mit mehreren alten Mitgliedern gesprochen und sogar einen gemeinsamen Reisebus ab Stuttgart über Frankfurt bis Erfurt angeregt. Tenor: Sie wären dazu bereits zu alt und Lust hätten sie auch keine mehr, das war die Antwort im zweistelligen Bereich.
Wir sterben also aus, oder irre ich mich ?
Die Zahlen sind spärlich, aber nicht geheim. Die Anzahl der Mitgleider sinkt schneller, als Neue Gesichter erscheinen. Die Funktechnik oder besser das ganze Funkwesen sind nicht mehr der Renner oder der Brüller unter der heutigen Jugend.
Es kommen nur noch vereinzelte neue Nasen zu uns und senken unseren Alterschnitt von inzwischen deutlich über 60 auf vielleicht unter 59. Wenn das so weiter geht, sind wir in 10 Jahren halbiert und in 20 Jahren weg vom Fenster. Die allseits bekannte Mitgleiderentwicklung beim DARC und beim Ring der Tonbandfreunde spricht Bände. Beides sind historische Technologien, die auch bei den Sammlern aussterben.
Die Frage ist also: Welche Perspektive bieten wir den Neuzugängen (bzw. potentiellen Mitgliedern) ?
Ganz ehrlich, womit können wir heute einen jüngeren Sammler oder Freund von alten Radios locken ? Welche Informationen gibt es im Internet noch NICHT, die ein Sammler braucht, um beliebige Geräte zum Leben zu erwecken ?
Ok, er braucht das Wissen und die Fähigkeiten, mit Röhren umzugehen. Wo bekommt er die her? Also von der Uni bekommt er die nicht mehr. Die Röhre ist zu 99,99999% Vergangenheit. Ich kenne keine Vorlesungen mehr über Röhren weder an der TH Aachen, München oder Darmstadt.
Nur, wie viele der "jungen" potentiellen Neumitglieder interssieren sich noch für Röhren ? Was bieten wir in der GFGF für die Transitorbegeisterten oder sogar Computerfreaks?
So kommen wir dann langsam auf die Kernfrage:
Wollen bzw. brauchen wir überhaupt neue Mitglieder ?
Und jetzt gehen die Meinungen diametral auseinander. Nach den Ergebnissen meiner Befragungen in den letzten 18 Monaten sind einige der ganz alten Mitgleider der Meinung, wenn sie mal sterben, hätte die GFGF ihren Zweck auch erfüllt. ( = ungesagte Wahrheit: dann kann die GFGF ruhig auch sterben.)
Andere befragte Mitglieder sind schon daran interssiert, daß es weiter geht, daß die bisherige Arbeit auf fruchtbaren Boden fällt, aber wie ?
Ab einem gewissen Alter gehen die Ideen aus, sagen sie, und auch die Lust, sich neue Gedanken zu machen. Das sollten sich die "Jüngeren" machen (also die unter 70) und vor allem der Vorstand sei gefordert, dazu habe man den ja schließlich gewählt.
Es gab da noch ein paar extreme Meinungen, die hier aber fehl am Platze wären, denn wir wollten eigentlich nach vorne schauen.
Aus diesem Grund starte ich hier (m)eine Umfrage zum Thema:
Die Zukunft der GFGF e.V.
Die Welt verändert sich rasant - die GFGF auch ?
Wie Sie aus dem Impressum entnehmen können, ist diese gfgf.INFO Seite (von Gert Redlich / Wiesbaden) die alternative Webseite zur gfgf.ORG Vereins-Seite. Hier auf diesen "Info"-Seiten finden Sie andere Meinungen und andere Ideen.
Nichtsdestotrotz wird die anonymisierte Auswertung der Befragung auch dem Vorstand der GFGF e.V. zugeleitet, was immer dort an Meinungen geschrieben wurde.
Hier die Fragen im Einzelnen:
Ganz Wichtig: Ich respektiere den Wunsch nach Vertraulichkeit!
Wenn Sie das allerletzte Feld markieren, werden wirklich überhaupt keine Daten zur Identifikation des Versenders gespeichert und damit auch nicht herausgegeben und dann werde ich das auch so handhaben.
Versprochen !!
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